Gefühle sind der Reichtum unseres Lebens

Inzwischen ist es klar bewiesen, dass unterdrückte Gefühle zu psychosomatischen Erkankungen führen. In solch einem Fall drückt der Körper eine Wahrheit aus, die wir noch nicht verstehen.

 

1. Jedes Kind hatte sich an bestimmte Regeln und Normen zu halten.

Manche Kinder wurden stärker, andere weniger stark eingeschränkt. Das Zurückhalten eigener Impulse und Gefühle, bspw. "Da musst du doch nicht weinen!" oder "Stell dich nicht so an!" bewirken beim Kind, dass es so nicht sein darf und anders sein muss.
Ein Kind gibt nie den Erwachsenen die Schuld. Ein Kind sucht die Schuld bei sich selbst und entwickelt dann Glaubenssätze, wie bspw. "Ich bin nicht gut genug.", "Ich bin ein Versager" oder "Ich bin nicht wichtig für andere." oder "Ich bin nicht liebenswert" etc.

Das Fatale daran ist, dass diese Glaubenssätze überwiegend unbewusst unser ganzes Leben beeinflussen, d.h. im Kontakt mit unseren Kindern, mit dem Partner oder auf Arbeit.

Wir fühlen uns nicht gesehen, nicht wertgeschätzt, nicht anerkannt oder nicht zugehörig.

Und dann passiert uns das immer wieder und wir verstehen gar nicht, warum.

 

2. Alle Gefühle sind natürlich, willkommen und wollen einfach nur gefühlt werden.
Im natürlichen Fluß kommen und gehen unsere Gefühle. Sie fangen erst langsam an, erreichen ihren Höhepunkt und klingen wieder ab. Wir können das fühlend wahrnehmen und nichts damit tun. Jedes Gefühl bringt auch eine Information für uns mit, bspw.

  • Die Traurigkeit hilft uns, den Verlust eines geliebten Menschen zu verdauen.
  • Die Wut sagt uns, dass in dieser Situation für uns etwas nicht stimmig ist.
  • Die Angst weist uns auf Gefahren hin, zumindest die physiologische Angst.

 

3. Unterdrückte Gefühle werden im Körper gespeichert.

Werden Gefühle nicht erlaubt oder unterdrückt, dann werden sie im Körper festgehalten,
an einzelnen Stellen oder auch im ganzen Körper.

 

  • Wut wird oft im Bauch festgehalten, so wie das Sprichwort "Wut im Bauch" beschreibt.
    Da sind dann Bauchschmerzen.
  • Angst lässt uns zittern oder wir haben einen Kloß im Hals oder...
    Da ist dann vielleicht Durchfall. Der Volksmund spricht von "Angstschiss"

 

4.  Unterdrückte Gefühle sind die Ursache für verschiedene Krankheiten

Wir Menschen unterdrücken alle das ein oder andere Gefühl. In dieser Unterdrückung unserer Gefühle sehen Psychosomatiker heute eine wichtige Krankheitsursache für psychosomatische Erkrankungen, wie Depressionen, Burnout, Bauchschmerzen ohne Diagnose etc.


Körperschmerz und Seelenschmerz sind untrennbar verbunden.